„Beim CT 100 mal mehr Strahlen als beim Röntgen“

Gießener Anzeiger vom 19.11.2015, Seite 34

GRÜNBERG (dos). An der Theo-Koch-Schule wurde eine Wanderausstellung des Kompetenzverbundes Strahlenforschung“ gezeigt. 25 Schautafeln wurden ergänzt durch Versuche des Leistungskurses Physik der Jahrgangsstufe 13 unter Physiklehrer Sven Kammer. Dabei wurde Strahlung sicht- oder hörbar gemacht, und deren Wirkung beschrieben. Professor Joachim Breckow von der Technischen Hochschule Mittelhessen hielt einen Vortrag über die Strahlenanwendung in der Medizin, die unter anderem in der Diagnostik und Behandlung von Krebsleiden eingesetzt wird. In der Radiologie würden in Deutschland jährlich 150 Millionen Röntgenaufnahmen erstellt, so Breckow. Für eine modernere Technik, das MRT, werde fälschlich oft behauptet, dass es strahlenfrei sei. Beim CT erhalte man sogar eine 100 mal höhere Dosis als bei einem Röntgenbild. Die Knochendichtemessung (DXA/DEXA) weise keine hohe Strahlenbelastung auf. Die Medizintechnik sei bestrebt, neue Geräte so zu entwickeln, die die Belastung für die Patienten möglichst gering halten. Derzeit modernstes Verfahren sei die PET/CT Untersuchung in der Tumor- und Demenzdiagnostik. Es erlaube es, Tumore, Entzündungen oder neurologische Störungen früher und genauer sichtbar zu machen, als das vorher möglich war.

2015-11-23T20:16:26+00:0019.11.2015|Allgemein, Presse 2015/16|