Fremdsprachen 2017-04-24T20:52:39+00:00

Fremdsprachenangebot in der Oberstufe

Folgende Kurse werden zu Beginn der Einführungsphase angeboten und in der Qualifikationsphase fortgesetzt:

  • Englisch – fortgeführte Fremdsprache
  • Französisch – fortgeführte Fremdsprache (5. Lernjahr) oder Neubeginn in Stufe 11
  • Latein – fortgeführte Fremdsprache (5. Lernjahr)
  • Spanisch – fortgeführte Fremdsprache (3. oder 5. Lernjahr) oder Neubeginn in Stufe 11

Was ist 1. Fremdsprache, was ist 2. Fremdsprache?

Diese Frage ist für 99 % aller Schülerinnen und Schüler ganz klar: Englisch ist erste, Französisch oder Latein (ab Klasse 7) ist zweite Fremdsprache. Es gibt aber Wahlmöglichkeiten, von denen bei schlechten Leistungen die Zulassung zur Qualifikationsphase abhängen kann. Deshalb zunächst die Anforderungen:

  • Die 1. Fremdsprache muss eine in der Mittelstufe begonnene und bis zum Abitur fortgeführte Fremdsprache sein. (In der Mittelstufe seit mindestens zwei Jahren benoteter Unterricht.)
  • Die 2. Fremdsprache muss in der Einführungsphase belegt sein und entweder seit mindestens zwei Jahren aus der Mittelstufe fortgeführt oder in der gesamten Oberstufe belegt sein (weitere Anforderungen auf Nachfrage).

Das hat jetzt in der Einführungsphase bei der Zulassung zur Qualifikationsphase Bedeutung: 1. und 2. Fremdsprache sind Hauptfächer und müssen mit Hauptfachleistungen ausgeglichen werden (vgl. Zulassung zur Qualifikationsphase).

Beispiel 1: Hans hat Englisch (seit Klasse 5), Französisch (seit Klasse 7) und Spanisch (neu in Einführungsphase) belegt. Schafft er die Zulassung zur Qualifikationsphase, könnte er Französisch und Spanisch abwählen. Scheitert die  Zulassung an der Französisch-Note, kann er Spanisch zur 2. Sprache machen – muss es dann aber bis zum Abitur belegen und einbringen.

Beispiel 2: Erna hat ebenfalls Englisch (seit Klasse 5), Französisch (seit Klasse 7) und Spanisch (neu in Einführungsphase). Bei ihr sind die Leistungen in Englisch schlecht. Dann kann sie Französisch zur 1. Fremdsprache und Spanisch zur 2. Fremdsprache machen. Sie muss dann allerdings beide Sprachen bis zum Abitur belegen.

Beispiel 3: Hugo hat an der TKS in Klasse 5 Englisch begonnen und in Klasse 7 Französisch, was er aber nach der Klasse 8 abgibt. Stattdessen beginnt er in Klasse 9 mit Spanisch. Wenn er Spanisch zur zweiten Fremdsprache erklärt und in der Einführungsphase belegt, hat er seine Pflicht zur zweiten Fremdsprache erfüllt und braucht Spanisch nicht mehr in der Qualifikationsphase zu belegen.

Jedes Jahr haben wir eine oder zwei Schülerinnen oder Schüler, die unabhängig von den Leistungen nach der Einführungsphase die Pflicht zur zweiten Fremdsprache erfüllt haben, Französisch als 1. Fremdsprache wählen und bis zum Abitur führen und stattdessen Englisch abgeben oder zumindest nicht ins Abitur einbringen.

Bilingualer Unterricht in der Oberstufe

Es gibt in der gymnasialen Oberstufe der TKS mindestens ein 11er Tutorium, in dem PoWi in Phasen bilingual in Englisch unterrichtet wird. Dieser Unterricht wird jetzt auch in den Jahrgängen 12 und 13 in einem speziellen PoWi-Kurs bis zum Abitur weitergeführt.

Jahrgangsstufe 11

a) Organisationsablauf:

Am Ende der Jahrgangsstufe 10 werden alle potentiellen Schüler/innen in ihren 10er Schulen über das Bilingual-Angebot informiert. Die Schüler/innen wählen sich dann in dieses spezielle Tutorium gezielt ein.

b) Inhaltliche Konzeption:

Da sich das Curriculum des Jahrgangs 11 in Englisch und PoWi in großen Teilen thematisch überschneidet, wird in diesen Gruppen nur der Ablauf der Themenbereiche anders geordnet, um parallel ein Thema in beiden Fächern bearbeiten zu können (bilinguale Themenbereiche sind: „values/Werte: Die Gesellschaft verändert sich“ und „ecology – economy/Ökologie – Ökonomie“) und„later jobs – careers?/Berufswege in der veränderten Industriegesellschaft“)

c) Methodische Gestaltung:

  1. In diesen Phasen wird der gesamte Unterricht einsprachig (auch in der Gruppenarbeit) in Englisch gehalten. Der Gruppe stehen ein- und zweisprachige Wörterbücher zur Verfügung und Vokabellisten.
  2. In PoWi werden erst deutsche Texte bearbeitet und nach der Erarbeitungsphase wird deren Inhalt in den Englischunterricht eingeflochten, wobei hier besonders intensiv die Mediation der deutschen Texte Berücksichtigung findet. In Englisch wird in dieser Zeit das Thema sprachlich und lexikalisch vorbereitet.
  3. Zum Ende der Phasen gibt es eine Abschlussdiskussion in Form von fish-bowl oder pro- und contra-Diskussion oder Rollenspiel in Englisch und eine Evaluation durch die Gruppe.

Jahrgangsstufen 12 und 13

a) Organisationsablauf

Einer der Grundkurse im Fach Politik & Wirtschaft wird in englischer Sprache angeboten. Teilnehmen können ohne weitere Zulassungsbeschränkung alle Schülerinnen und Schüler, die sich für die Belegung eines solchen Kurses interessieren. Der Kurs kann entweder wie ein regulärer Grundkurs nach der Jahrgangsstufe 12 abgegeben oder bis zum Abitur weitergeführt werden. Sollte das Fach als Prüfungsfach gewählt werden, erfolgen die Prüfungen idealerweise in englischer Sprache. Es ist prinzipiell möglich, nach Ende der Jahrgangsstufe 12 in einen deutschsprachigen Parallelkurs zu wechseln bzw. trotz der durchgängigen Belegung eines bilingualen Kurses die Abiturprüfung in deutscher Sprache zu absolvieren. Wurde der englischsprachige Kurs durchgängig belegt, d.h. nach der 12 abgegeben bzw. bis zum Abitur fortgeführt, erfolgt im Abiturzeugnis ein Hinweis darauf, dass der Kurs in englischer Sprache (im entsprechenden Fall inkl. Abiturprüfung) absolviert wurde. Dies ist neben dem persönlichen Gewinn u. U. von Vorteil für den weiteren beruflichen Werdegang.

b) Inhaltliche Gestaltung

Inhaltlich orientiert sich die Arbeit des bilingualen Kurses an den Vorgaben, die für die regulären Grundkurse im Fach Politik & Wirtschaft gelten; lediglich geringfügige Akzentuierungen – zum Beispiel „deutsches und britisches Wahlrecht“ im Vergleich (12.1) oder die Betonung von Funktion und Arbeit von IMF, World Bank, WTO und NGOs (13.1) – heben besondere inhaltliche Anliegen des englischsprachigen Angebotes hervor. [1]

c) Methodische Gestaltung

  • Die Unterrichtssprache im bilingualen Kurs ist Englisch, wobei ggfs. Klärungsphasen in deutscher Sprache erfolgen.
  • Organisiert wird der Unterricht nach methodischen und arbeitsorganisatorischen Gesichtspunkten, die der Simulierung von realistischen Arbeitssituationen (Gremien/Konferenzen) nahekommen. Einzel-, Partner- und Gruppenarbeiten dienen zur Vorbereitung von Plenumsphasen (z.B. Diskussionen, Pro-Kontra-Debatte/Präsentationen u.ä.). Rollen- und Planspiele sollen zum einen das inhaltliche Interesse fördern, aber zum anderen auch zu aktiver Kommunikation in der Fremdsprache ermutigen.
  • Das im Unterricht verwendete Material sind sowohl englische als auch deutsche Bücher, Zeitungsartikel, Filme, Dokumentationen; im Verlauf der Jahrgangsstufe 12 nehmen nach gemeinsamer Planung die Rechercheaufträge an die Schülerinnen und Schüler nach entsprechendem inhaltlichen, fremdsprachlichen Material zu.
  • Besondere Bedeutung kommt bei diesem Angebot der Kommunikationsfähigkeit in der Fremdsprache zu. Es geht bei der Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Themen nicht in erster Linie um sprachliche Korrektheit, sondern um eine sich idealerweise nach und nach entfaltende Fremdsprachenkompetenz, die über weite Strecken eine höhere Fehlertoleranz zur Grundlage hat, als dies beispielsweise im Englischunterricht der Fall ist.
  • Die schriftlichen Leistungsnachweise werden von Anfang an in englischer Sprache erbracht. Ein Fehlerindex, wie er aus den fremdsprachlichen Fächern oder aus den anderen Fächern bekannt ist, ist vom Gesetzgeber bisher mit Rücksicht auf die besondere sprachliche Situation in bilingualen Angeboten nicht vorgesehen. Maßstab ist die schriftliche Kommunikationsfähigkeit unabhängig von grammatikalischer, lexikalischer Richtigkeit. Erwartet wird allerdings ein Zugewinn im Bereich der Fachterminologie, wie dies für andere Fächer ebenso gilt.

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[1] vgl. Erlass vom 20. Juni 2011, Vorbereitungen auf die schriftlichen Abiturprüfungen im Landesabitur 2013

Sprachzertifikate

– in Englisch

K1600_cambridge1. Cambridge University: First Certificate in English
Vorbereitungskurs in der Schule zu einer externen Prüfung. Wenn genügend Schülerinnen und Schüler zusammenkommen, wird die Prüfung in der TKS abgelegt, andernfalls außerhalb. Geeignet ab Jahrgang 10  für „sehr gut“ benotete Schülerinnen und Schüler und mindestens „gut“ benotete ab Jahrgang 11. Sprachlevel: Europ. Referenzrahmen Level B2 – Kosten: ca. 180 €

2. Cambridge University: Certificate in Advanced English
Vorbereitungskurs in der Schule zu einer externen Prüfung. Wenn genügend Schülerinnen und Schüler zusammenkommen, wird die Prüfung in der TKS abgelegt, andernfalls außerhalb. Geeignet ab Jahrgang 11  für „sehr gut“ benotete Schülerinnen und Schüler, besser mindestens „gut“ benotete ab Jahrgang 12, möglichst Leistungskurs. Sprachlevel: Europ. Referenzrahmen Level C1 – Kosten: ca. 180 €

3. LCCI (Londoner Handelskammer): Business English (Geschäftsenglisch)
Versch. Levels, geeignet für Klasse 9 bis 12 – Höchstalter: 18 Jahre – Kein Kurs in der Schule, sondern Schülerinnen und Schüler erhalten Materialien und Links und lernen im Selbststudium. Prüfung findet unter Regie von Herrn Ebinger in der Schule statt, es sollten mindestens 8 bis 10 Teilnehmer sein. Sprachlevel: Europ. Referenzrahmen Level A2 – C1, je nach internem LCCI Niveau  – Kosten: ca. 50 €

Ansprechpartnerin: Frau Weber

in Französisch

K1024_Delf-Dalf (2)DELF = Diplôme d’Etudes en Langue Française
In diesem Kurs wird die französische Sprachprüfung auf dem Niveau B 1 mit den Fertigkeiten Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben vorbereitet. Anfang April findet zeitgleich mit allen hessischen Schulen die schriftliche Prüfung an der TKS statt. An der Liebigschule in Gießen erfolgt dann die mündliche Prüfung, die von Französisch-Assistenten abgenommen wird. Die Anmeldung für dieses Sprachzertifikat erfolgt über Frau Münch für die TKS beim Institut Français in Mainz. Die Kosten hierfür belaufen sich auf etwa 50,- € (Prüfungsgebühr und Arbeitsmaterial). Dieses Zertifikat erweitert das Sprachenportfolio des Schülers und ist sehr hilfreich, wenn man z.B. in den diplomatischen Dienst gehen oder in der EU studieren oder arbeiten will. Nähere Informationen hier.

Ansprechpartnerin: Frau  Peter

Austauschprogramme & Internationale Begegnungen

Frankreich – Condom

Seit den 70er Jahren besteht regelmäßiger Austausch mit dem Lycée Bossuet nahe Grünbergs Partnerstadt Condom in der Gascogne, in Südwestfrankreich für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. In der Regel fahren Schülerinnen und Schüler der TKS im September nach Frankreich, der Gegenbesuch in Grünberg findet im Februar statt. Frau Münch und alle Lehrkräfte des Faches Französisch sind Ansprechpartner für den Frankreichaustausch.

Irland – Spanish Point

Zu unserer irischen Partnerschule, der St. Joseph’s Secondary School, führt die TKS Austausch- bzw. Begegnungsfahrten durch. Die Schule liegt in Spanish Point, in der Gemeinde Miltown Malbay im County Clare an der Westküste Irlands. Weil nur sehr wenige Schülerinnen und Schüler an der Partnerschule Deutsch lernen, kamen bislang nur Fahrten im Zweijahresrhythmus zustande. Nach der sehr gelungenen letzten Fahrt sind wir zuversichtlich, regelmäßig weitere Austausche organisieren zu können. Herr Stöhr ist Ansprechpartner für Irland.

Polen – Mrogowo

Zu Grünbergs Partnergemeinde in Polen werden jährliche Fahrten durchgeführt. Da hier wechselnde Projekte realisiert werden, kommen auch unterschiedliche Jahrgangsstufen zum Zuge: Neben den Schülerinnen und Schülern, die die Fahrt als Begegnungsmöglichkeit nutzen, fahren auch ganze Gruppen mit – beispielsweise ein Kurs „Darstellendes Spiel“ aus der Oberstufe, um mit einer vergleichbaren Grupppe einer anderen Nationalität am gleichen Thema zu arbeiten, oder eine Bläserklasse aus der Stufe 5 bis 6, um an einem gemeinsamen Konzert mitzuwirken.

USA Virginia – Roanoke

Mit unserer Partnerschule in Roanoke findet eine Begegnungsfahrt in Abhängigkeit vom jährlichen Interesse statt. Sobald eine tragfähige Gruppe zustande kommt, wird die Fahrt nach Virginia organisiert. Die Begegnungsfahrten sind seit einigen Jahren leider einseitig von Grünberg nach Roanoke wegen Veränderungen im dortigen „German Department“. Frau Hofmann-Anders ist Ansprechpartnerin für USA.

Turnierbegegnungen

Unsere Basketball-Schülerinnen der Jahrgänge 9 bis 13 sind regelmäßig international unterwegs. Im Frühjahr 2011 fuhren sie mit ihrer Trainerin Birte Schaake als Bundessieger von „Jugend trainiert für Olympia“ sogar zur Weltmeisterschaft nach China! Regelmäßig finden Turnierbegegnungen mit kanadischen Mannschaften statt. Frau Schaake ist Ansprechpartnerin für Basketball.

Internationaler Besuch an der TKS

Häufig hat die Schule Besucher aus dem Ausland. Neben den oben genannten Austauschprojekten kommen beispielsweise jährlich die Theatergruppe „La boîte a jouer“ aus Condom, Frankreich und Lehramtsstudentinnen und Studenten aus Brasilien zu Besuch an die Theo-Koch-Schule.

F.J. Stöhr
für die Schulprogramm-Gruppe „Internationale Kontakte“

K1600_austausch

Wenn Schüler/innen während der Schulzeit ins Ausland gehen wollen, werden sie und ihre Eltern intensiv beraten, informiert und während des Auslandsaufenthaltes betreut.

So muss individuell (nach Leistungsstand) entschieden werden, wann (statt der 10. Klasse oder von 10/2 bis 11/1 oder die gesamte 11) sie gehen sollten und dürfen.

In welches Land mit welchem Schulsystem man geht, ist ebenfalls entscheidend (Problem der 2. Fremdsprache).welt

Der Stundenplan, der verpflichtend ist, damit diese Zeit anerkannt wird, wird von der Schulleitung festgesetzt.

Während des Auslandsaufenthaltes erfolgt eine individuelle Betreuung und Beratung per E-Mail durch Herrn Kramer.

Abschließend wird entschieden, ob die erbrachten Leistungsnachweise (Zeugnisse) ausreichen, dass die Schülerin/der Schüler weitergehen darf.