Grünberg. Bereits zum vierten Mal hat der Fachbereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ) der Theo-Koch-Schule zum gemeinsamen Fastenbrechen eingeladen. Organisiert wurde der Abend erneut von den Lehrkräften des Fachbereichs, die damit eine inzwischen feste Tradition an der Schule fortsetzten.

Der Einladung folgten zahlreiche Schülerinnen und Schüler mit ihren Familien. Neben aktuellen Lernenden aus den DaZ-Klassen kamen auch viele ehemalige Schülerinnen und Schüler wieder an ihre frühere Schule zurück. Auch Jugendliche aus anderen Klassen der TKS und Mitglieder der AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nahmen teil.

„Es ist jedes Jahr schön zu sehen, wie viele Menschen hier zusammenkommen“, sagte Nico Gehle, DaZ-Koordinator an der TKS. „Viele unserer ehemaligen Schülerinnen und Schüler und ihre Familien kommen zum gemeinsamen Fastenbrechen an unsere Schule zurück. Das zeigt uns, dass dieser Abend für sie eine besondere Bedeutung hat.“

Besonders sichtbar wurde an diesem Abend die Vielfalt der Schulgemeinschaft. Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Herkunft und verschiedener Glaubensrichtungen saßen gemeinsam an den Tischen. Wie schon in den vergangenen Jahren brachten viele Familien Speisen mit, sodass ein großes Buffet mit Gerichten aus verschiedenen Ländern entstand. Von herzhaften Spezialitäten bis zu süßen Nachspeisen war alles vertreten.

„Beim gemeinsamen Essen entsteht Gemeinschaft“, erklärte Gehle. „Ich muss dabei an ein Zitat aus dem Film „The Old Oak“ denken: ‚When you eat together, you stick together‘ (‚Wenn man zusammen isst, hält man zusammen‘). Genau das erleben wir hier jedes Jahr aufs Neue.“

Im Laufe des Abends wurde gemeinsam gegessen, erzählt und gelacht. Für viele Familien bot das Treffen die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und Kontakte über den Schulalltag hinaus zu knüpfen.

Nach mehreren Stunden klang der Abend in entspannter Atmosphäre aus, mit vielen Gesprächen, neuen und schon bekannten Begegnungen und der Gewissheit, dass das Fastenbrechen inzwischen zu einem festen Bestandteil des Schullebens geworden ist.

Schulleiter Jörg Keller, der selbst erstmals teilnahm, zeigte sich von der Initiative des Fachbereichs sehr angetan. „Mit der Aktion“, so Keller, „wird die Zugehörigkeit auch muslimischer Kinder zu unserer Schulgemeinde sichtbar. Dafür bin ich dankbar.“