Gießener Anzeiger vom 22.05.19, S. 35

Natur pur: Colorado hatte den Grünbergern aber noch mehr zu bieten.

Studienfahrt: Grünberger Theo-Koch-Schüler vier Wochen in Colorado / Bleibende Eindrücke und viele neue Erfahrungen gesammelt

GRÜNBERG (red). Zehn Stunden Flug, eine Reise in ein Land, in dem fast kaum einer deine Sprache spricht und die Unterkunft bei einer völlig fremden Familie – was zunächst ein wenig Furcht einflößend klingt, ist in Wahrheit genau das, was sich die Grünberger Theo-Koch-Schüler gewünscht haben.

Im April war es für sechs Schülerinnen und Schüler der elften Jahrgangsstufe und ihre Begleitlehrerinnen Lisa Raabe und Ann-Kristin Becker soweit: Zum ersten Mal reisten sie ins schöne Colorado, um ihre Partnerschüler an der Manitou Springs High School zu besuchen.

Nach intensiver Vorbereitung auf diese Studienfahrt machte man sich auf den Weg und freute sich auf die Begegnung mit den Amerikanern. Obwohl es sich um die erste Austauschbegegnung handelte, die sich hoffentlich in zwei Jahren wiederholen wird, war es keine Reise ins Ungewisse: Ein reger E-Mail-Kontakt über mehrere Monate war diesem Besuch vorausgegangen und so freute man sich über den warmherzigen Empfang am Flughafen in Denver.

Schon am ersten Morgen begann der Schulalltag: Nach einer Führung nahmen die Grünberger am Unterricht teil, hielten Präsentationen über das Schulleben in Deutschland an der Middle School, berichteten über das Leben in Oberhessen im Manitou Springs Heritage Centre und erfreuten ihre Gastfamilien und Mitschüler mit kulinarischen Besonderheiten und Traditionen der deutschen Region. Eine willkommene Abwechslung boten da allerlei Ausflüge zu den Wundern Colorados: Die schneebedeckten Rocky Mountains, die atemberaubende Landschaft des Garden of Gods und der Sand Dunes National Park nahmen den Teilnehmern nicht selten den Atem. Aber auch gemeinsames Barbecue, der Besuch eines Baseball-Spiels der Denver Rockies oder ausgiebiges Shopping durften selbstverständlich nicht fehlen. Ein besonderes Highlight war für alle der Abschlussball der High School, den die Jugendlichen mit ihren neu gewonnenen Freunden feiern konnten. So verliefen die vier Wochen in der amerikanischen Kleinstadt wie im Fluge und die Heimreise musste schweren Herzens angetreten werden. Überglücklich und mit vielen neuen Erfahrungen – wenngleich auch etwas verschlafen – kamen die Reisenden am Frankfurter Flughafen an.

Die Wichtigkeit des Austausches, das Kennenlernen der Kulturen in Toleranz und Freundschaft und gegenseitiges Lernen wurde sowohl von amerikanischer als auch von deutscher Seite betont. Nun freuen sich alle Beteiligten auf den Gegenbesuch der amerikanischen Freunde vor den Sommerferien im Juni an der TKS. Besonders bedanken wollen sich alle Teilnehmer bei der Firma Bender, Textildruck Wörmann und dem pädagogischen Austauschdienst, die diese Reise unterstützt haben.