Sonntag Morgenmagazin vom 04.10.22

Ganz schön trocken, das Holz. Die Fällung mit dem Harvester ging schnell. Foto: TKS

Der gesamte Jahrgang 6 der Grünberger Theo-Koch-Schule erkundete am Walderlebnistag den nahe gelegenen Stadtwald.

Dabei durchliefen die Klassen mit ihren Klassenlehrerinnen und -lehrern verschiedene Stationen, die ihnen Themen rund um den Wald und die Tiere und Menschen in ihm näherbrachten. Betreut wurden die Stationen von Schülerinnen und Schülern des Leistungskurses Biologie des Lehrers Thorsten Ißleib.

Folgen der langen Trockenheit hautnah

Neu war in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit Hessen Forst, die bei allen Teilnehmern gut ankam. Förster Hannes Wollmerstädt wurde bereits im Vorfeld in die Planungen einbezogen, was den Tag sehr aufwertete. Am Tag selbst übernahm er in einer Waldarbeiterhütte bei gemütlichem Kaminfeuer eine eigene Station und informierte die Schüler über die verschiedensten Verwendungszwecke von unterschiedlichen Holzarten.

Besonders beeindruckt hat die Schüler die Station des Agrar- und Forstservices von André Linker aus Lumda, der im Auftrag der Stadt Grünberg für die Baumfällarbeiten zuständig ist. In einem Fichtengebiet mit starkem Borkenkäferbefall, der durch die langanhaltende Trockenheit zustande kam, fällte er Bäume vor den Augen der staunenden Kinder mit schwerem Gerät, einem sogenannten Harvester. Zusätzlich hatte er verschiedene Arten und Qualitätsstufen von Holz als Anschauungsmaterial vorbereitet.

Baumfällung live beobachtet

Wie auch in den letzten Jahren haben die Klassen darüber hinaus auch Müll gesammelt. In diesem Jahr kamen 30 Kilo zusammen. »Wir sind froh, dass wir so einen kleinen Beitrag zur Sauberkeit des Waldes beitragen können«, so Rolf Goldstein, einer der Initiatoren von der TKS. »In den letzten zehn Jahren haben unsere Schüler rund eine halbe Tonne Müll aus dem Wald geholt«, führt NaWi-Lehrerin Annika Lisiecki weiter aus.

Auch der dritte Verantwortliche Christian Noack wirkte am Ende des Tages sehr zufrieden: »Die Rückmeldung der Kollegen und der Schüler ist durchweg positiv.«